Scheidung einreichen – Informationen zum einreichen einer Scheidung

Namensänderung nach Scheidung



Obwohl es nicht vorgeschrieben ist, nehmen in Deutschland die meisten Ehepaare nach der Hochzeit einen gemeinsamen Ehenamen an, daher sind viele Menschen an einer Namensänderung nach Scheidung interessiert. Einige Ehepartner entscheiden sich für einen Doppelnamen . Den Namen des Partners anzunehmen gilt als liebevolles Zugeständnis und als Zeichen dafür, dass mit der Eheschließung ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat.
Stellt sich später heraus, dass die Ehe nicht von Dauer war, wollen besonders Frauen häufig ihren vor der Ehe geführten Namen oder Geburtsnamen wieder annehmen. Nach den Vorschriften des Namensänderungsgesetzes ist eine Namensänderung nach Scheidung möglich.

Namensänderung nach Scheidung

Voraussetzung für das Recht zur Namensänderung ist, dass die Ehe durch das zuständige Familiengericht rechtskräftig geschieden worden ist. Dies ist durch Vorlage des Scheidungsurteils nachzuweisen. Das Scheidungsurteil muss mit einem Rechtskraftvermerk des Gerichts versehen sein. Diesen Rechtskraftvermerk erteilt das Familiengericht, wenn nach Ausspruch des Scheídungsurteils entweder die Rechtsmittelfrist von vier Wochen vergangen ist, ohne dass eine der Parteien Berufung eingelegt hat, oder wenn beiderseits der Rechtsmittelverzicht erklärt worden ist.

Mit dem rechtskräftigen Scheidungsurteil und Ihrem gültigen Personalausweis oder Reisepass können Sie sich wegen der gewünschten Namensänderung nach der Scheidung direkt an das Standesamt wenden, bei dem Ihr Familienbuch geführt wird. Dieses Standesamt ist für die Beurkundung einer Namenserklärung zuständig.
Die Namensänderung nach der Scheidung ist zeitlich unbegrenzt zulässig. Die meisten Geschiedenen wollen ihren Geburtsnamen wieder annehmen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, einen vor der geschiedenen Ehe geführten anderen Ehenamen wieder anzunehmen. Auf Wunsch können auch neue Doppelnamen aus dem Geburtsnamen und dem Ehenamen oder einem früheren Ehenamen gewählt werden. Eine Begründung für die Namensänderung oder für die Auswahl des Namens muss nicht abgegeben werden.

Auswirkungen der Namensänderung nach Scheidung

Zu beachten ist, dass die Namensänderung Kosten verursacht. Bei den Standesämtern werden Beglaubigungs- und Beurkundungsgebühren unterschiedlicher Höhe, in der Regel etwa 25,00 €, fällig. Für beglaubigte Bescheinigungen oder Abschriften aus dem Familienbuch werden jeweils weitere 10,00 € fällig.




Die Namensänderung nach der Scheidung hat zur Folge, dass die Namensangaben auf sämtlichen wichtigen Unterlagen korrigiert werden müssen. Das beginnt bei dem Personalausweis und endet bei diversen Versicherungspolicen und Bankunterlagen. Derartige Änderungen werden häufig nur gegen Geltendmachen von Gebührenforderungen durchgeführt. Zur Vermeidung von Schwierigkeiten ist es notwendig, wirklich an alle Dokumente, Karten und Benutzerausweise zu denken.
Wer im Zeitraum der Namensänderung Auslandsreisen unternimmt, kann unter Umständen wegen unterschielicher Namensangabe in Schwierigkeiten geraten.
In Anbetracht dieser Tatsachen empfiehlt es sich, den Nutzen der Namensänderung sowie deren Kosten vorher abzuwägen.

Namensänderung nach Scheidung – Namensänderung bei Kindern

Ehelich geborene Kinder können ihren Namen nach Scheidung der Ehe ihrer Eltern grundsätzlich nicht ändern. Dies gilt auch dann, wenn der betreuende Elternteil seinen Geburtsnamen wieder annimmt.
Eine Ausnahme sieht das Namensänderungsgesetz nur dann vor, wenn die Kindesmutter wieder heiratet. Die von ihr betreuten Kinder, für die sie das Sorgerecht ausübt, können dann im Wege der Einbenennung den neuen Ehenamen erhalten, wenn sie selbst das wollen und der Kindesvater zustimmt. Ihren eigenen Willen können Kinder ab einem Alter von 5 Jahren erklären. Die Zustimmung des Vaters zur Namensänderung bei Kindern kann ausnahmsweise durch das Familiengericht ersetzt werden, wenn ein Härtefall vorliegt. Da Patchworkfamilien heute kein Stigma für die kindliche Entwicklung mehr bedeuten, legen die Familiengerichte hohe Maßstäbe an, wenn es um die Gefährdung des Kindeswohles durch Vereitelung der Einbenennung geht.
Wenn die Mutter nicht wieder heiraten sondern den Geburtsnamen wieder annehmen will, ist die Namensänderung bei Kindern nicht möglich.

Volljährige Kinder benötigen zur Namensänderung keine Zustimmung der Eltern mehr, da die familienrechtlichen Bestimmungen für sie nicht gelten. Für Volljährige gibt es aber auch keine Einbenennung mehr. Die Änderung des Familiennamens ist damit nur noch unter den Voraussetzungen, die das Namensänderungsgesetz vorsieht, möglich.
Dabei handelt es sich um Eheschließung, Auflösung der Ehe und besonders wichtige Gründe.
Ein besonders wichtiger Grund für eine Namensänderung stellt eine große Ausnahme dar. Familienverhältnisse bleiben dabei völlig außer Betracht. Abneigung gegen den Erzeuger beispielsweise ist kein wichtiger Grund für eine Namensänderung mit Kosten, die sich im vierstelligen Bereich bewegen können. Nur dann, wenn die Abneigung dadurch begründet wird, das der Betreffende ein öffentlich verurteilter Schwerverbrecher ist, besteht eine Chance, die Namensänderung durchzusetzen.

 

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